Ein Rezept legt fest, wie viele Minuten Therapie die Krankenkasse übernimmt. Aber manchmal braucht gute Therapie einfach mehr Zeit. Was es mit der zusätzlichen Behandlungszeit auf sich hat, wann sie sinnvoll ist – und warum wir sie nur empfehlen, wenn sie wirklich hilft.
Was ist die zusätzliche Behandlungszeit?
Wer eine Verordnung für Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie erhält, bekommt damit einen klar definierten Rahmen: Die Krankenkasse übernimmt eine festgelegte Behandlungszeit je Einheit – häufig 20 oder 30 Minuten, je nach Leistung. Das ist die sogenannte Grundversorgung.
Die zusätzliche Behandlungszeit (ZBZ) ist ein freiwilliges Zusatzangebot, das Patienten ergänzend buchen können. Konkret bedeutet das: Statt 20 Minuten mit dem Therapeuten hat man 40 Minuten – mehr Raum für aktive Therapie, für Erklärungen, für Fragen und für eine gründlichere Behandlung.
Wann empfehlen wir zusätzliche Behandlungszeit?
Unsere Grundregel: Wir empfehlen ZBZ ausschließlich dann, wenn sie therapeutisch sinnvoll ist. Nicht routinemäßig, nicht automatisch – sondern dann, wenn unsere Therapeutinnen und Therapeuten den echten Mehrwert sehen.
Typische Situationen, in denen zusätzliche Zeit wirklich hilft:
- Wenn bei einem Termin mehrere Themen gleichzeitig zusammenkommen
- Wenn ein Befund besonders gründlich erhoben werden muss
- Wenn Patienten noch viele offene Fragen haben oder mehr Erklärung brauchen
- Wenn Angehörige oder Eltern in die Therapie einbezogen werden sollen
- Wenn der Therapiefortschritt mehr aktive Übungszeit erfordert
Die Entscheidung liegt dabei jederzeit bei den Patient:innen. Keine Verpflichtung, kein Druck – nur ein ehrliches Angebot.
Was bringt das konkret?
Mit mehr Zeit können Therapeuten gezielter arbeiten, Zusammenhänge besser erklären und eine angenehmere Atmosphäre schaffen. Das führt häufig zu einem schnelleren Therapiefortschritt und höherer Zufriedenheit – auf beiden Seiten.
Denn auch für Therapeuten macht es einen Unterschied, ob sie unter ständigem Zeitdruck arbeiten oder wirklich in Ruhe auf den Menschen eingehen können. Qualität vor Quantität – das ist der Anspruch, den wir in allen unseren Zentren verfolgen.
Wie läuft das ab – und was kostet es?
Die zusätzliche Behandlungszeit ist transparent und fair geregelt. Der Preis für eine zusätzliche Einheit beträgt 35 Euro pro Termin. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich um eine freiwillige Zusatzleistung handelt.
Bereits an der Rezeption informieren wir klar darüber, was im Rahmen der Kassenversorgung abgedeckt ist – und was die ZBZ zusätzlich bietet. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten sprechen das Thema offen an, wenn sie es für sinnvoll halten: ehrlich, ohne Druck, auf Augenhöhe.
Zusätzliche Behandlungszeit in unseren Zentren
Das Angebot der zusätzlichen Behandlungszeit ist fester Bestandteil unserer Arbeit in allen Standorten. Es steht für einen Ansatz, bei dem Therapie nicht im Akkord läuft – sondern Raum hat. Raum für den Menschen, für echte Kommunikation und für Behandlungen, die wirklich ankommen.
Unsere Standorte finden Sie auf unserer Website.
„Wir empfehlen Zeit, wenn sie der Therapie hilft.“
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